Gesetzliche Betreuungen

Seine Rechte wahren

Der Sozialdienst katholischer Frauen ist Träger eines anerkannten gesetzlichen Betreuungsvereins. Haupt- und ehrenamtliche MitarbeiterInnen übernehmen gesetzliche Betreuungen und stehen so in einer langen Tradition des Vereins. Uns ist besonders wichtig, dass Betreuungen respektvoll geführt werden und der Betreute mit seinen persönlichen Bedürfnissen im Mittelpunkt steht. Wir akzeptieren andere Lebenswege und Vorstellungen.

Was ist eine gesetzliche Betreuung?

Manche Menschen können aufgrund von Krankheit, Behinderung oder Alter ihre Angelegenheiten ganz oder teilweise nicht selbst erledigen. Für sie kann auf eigenen Antrag oder von Amts wegen eine gesetzliche Betreuung vom Gericht angeordnet werden.
Das Gesetz stellt das Recht des Betroffenen auf weitgehende Selbstbestimmung in den Vordergrund und bedeutet keine Entmündigung.

Was macht eine Betreuerin / ein Betreuer?

Je nach den Aufgaben, die der Betreuerin / dem Betreuer zugewiesen werden, kümmern sie sich um Behördenkontakte, organisieren Hilfsdienste oder treffen notwendige Entscheidungen bei medizinischen Maßnahmen und verwalten Einkommen oder Vermögen. Wichtig ist die Pflege des persönlichen Kontaktes. Betreuerinnen sollten ein offenes Ohr für ihre Betreuten haben und ihre Belange ernst nehmen.

Betreuungsrecht

Als „Jahrhundertreform“ wurde das Betreuungsrecht in Fachkreisen gefeiert, als es 1992 das alte Vormundschaftsrecht ablöste. Die Vormundschaft über Erwachsene war abgeschafft und durch persönliche Betreuung ersetzt worden. Die Entmündigung als Lösung für den Umgang mit verwirrten, kranken und behinderten Menschen hatte mit der Rechtsreform ausgedient.

Das Betreuungsrecht ermöglicht den Betroffenen mehr Selbstbestimmung und achtet die Würde. Wunsch und Wohl der Betroffenen sind die Grundlagen jeder Betreuung.

Betreuungsverfügung

Wollen oder können Sie niemanden eine Vollmacht erteilen, wird Ihnen im Falle krankheitsbedingter Entscheidungsunfähigkeit ein sogenannter gesetzlicher Betreuer bestellt. Häufig werden Angehörige für diese Aufgabe ausgewählt.

Betreuungsanregung

Eine Betreuerbestellung durch das Betreuungsgericht bedeutet für das Leben des Betroffenen einen wesentlichen Einschnitt.

Die Betreuungsanregung sollte mindestens enthalten:

  • Vor- und Zunamen, Geburtsdatum sowie Anschrift der betroffenen Person und ihren derzeitigen Aufenthaltsort
  • Diagnose der Erkrankung bzw. Behinderung des Betroffenen
  • Darstellung der Gründe für die Erforderlichkeit einer Betreuung, insbesondere auch Angaben darüber, ob die hilfebedürftige Person sich zur angeregten Betreuung äußern kann.

Onlineberatung

Hier kommen Sie zur Online-Beratung auf einer datengeschützten Plattform, für Ihre Fragen rund um die rechtliche Betreuung.

Einführungsvideo

Eine Einführung in das Thema „Rechtliche Betreuung“ bietet ein Video auf der Internetseite der Betreuungsvereine der verbandlichen Caritas. Bitte hier klicken.

Ansprechpartner

Luitgard Winter
Diplom-Sozialarbeiterin FH
St.-Stephans-Platz 39a
78462 Konstanz
Tel: +49 (75 31) 282 597 – 6
Fax: +49 (75 31) 282 597 – 9
E-Mail: luitgard.winter@skf-konstanz.de

Birgit Zillich
Diplom-Sozialpädagogin FH

St.-Stephans-Platz 39a
78462 Konstanz
Tel: +49 (75 31) 282 597 – 7
Fax: +49 (75 31) 282 597 – 9
E-Mail: birgit.zillich@skf-konstanz.de